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WS 1 & 2-Jena: Einführung in die Schematherapie und Fallkonzeptualisierung & Schematherapeutische Behandlungsstrategien

Februar 26, 2016 @ 9:00 am - Februar 28, 2016 @ 5:00 pm

€540

Veranstaltungszeiten:

26.02.2016 von 9:00 bis 17:00 Uhr
27.02.2016 von 9:00 bis 17:00 Uhr
28.02.2016 von 9:00 bis 17:00 Uhr

Workshopsprache:

Deutsch (German)

Inhalte und Ziele:

J. E. Young entwickelte in den 90er Jahren die Schematherapie für Patienten mit chronischen psychischen Erkrankungen, die aufgrund ihrer rigiden und dysfunktionalen Denkstrukturen sowie des fehlenden Kontaktes zu ihren eigenen Emotionen oftmals nicht zufriedenstellend auf kognitive Verhaltenstherapie ansprechen. Dazu gehören neben schweren chronischen Achse-I-Störungen vor allem Persönlichkeitsstörungen. Die Schematherapie stößt in den letzten Jahren nicht zuletzt wegen der guten Wirksamkeit in der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen auf großes Interesse, die auch wissenschaftlich in Studien nachgewiesen wurde (z.B. Giesen-Bloo et al., 2006).

Grundlage der schematherapeutischen Behandlung ist ein störungsspezifisches Modusmodell, das zentrale Schemamodi beinhaltet. In der Behandlung von Patienten mit Persönlichkeitsstörungen wird berichtetes Problemverhalten sowie in der Interaktion beobachtete Schwierigkeiten zu dem dabei jeweils im Vordergrund stehenden Schemamodus in Beziehung gesetzt, und in der Folge modusspezifisch interveniert.

In diesem Workshop werden Kenntnisse zu den 18 maladaptiven Schemata nach J.E. Young sowie den sogenannnten Schema Modi vermittelt. Ein Fokus wird hierbei auf der Fallkonzeptualisierung nach dem Modusmodell liegen. Zudem werden im 2. Teil des Workshops  kognitive, behaviorale und erlebensbasierte Interventionsstrategien zum Umgang mit kindlichen Modi und dysfunktionalen Elternmodi vermittelt. Ein Fokus wird hierbei auf Imaginationstechniken, insbesondere dem imaginativen Überschreiben, sowie Stuhltechniken liegen.

Methoden:

Nach kurzen theoretischen Überblicken zu den Themenbereichen, wird die Erstellung des Fallkonzeptes an eigenen Fällen der Teilnehmer geübt. Schließlich wird die Erarbeitung des schematherapeutischen Fallkonzeptes von den Workshopleitern demonstriert und anschließend von den Teilnehmern in Rollenspielen geübt. Zudem wird die Durchführung der Interventionstechniken von den Workshopleitern demonstriert und anschließend von den Teilnehmern in Rollenspielen geübt.

Dozenten:

Dipl. Psych. Dr. Neele Reiß ist psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis, wissenschaftliche Leitung des Instituts für Psychotherapie in Mainz und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie der Goethe Universität Frankfurt. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die differentielle Wirksamkeit von Psychotherapieverfahren und-techniken, vor allem im Bereich der Schematherapie und Imaginationsverfahren. Sie ist Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Artikel und Lehrbücher im Bereich der Schematherapie, zertifizierte Schematherapeutin und Supervisorin nach den Kriterien der ISST e.V. sowie Leiterin von nationalen und internationalen Workshops.

Dr. med. Igor Nenadic ist ärztlicher Psychotherapeut und Oberarzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Jena. Er ist zertifizierter Schematherapeut und Supervisor nach den Kriterien der ISST e.V.

Details

Beginn:
Februar 26, 2016 @ 9:00 am
Ende:
Februar 28, 2016 @ 5:00 pm
Eintritt:
€540

Veranstalter

Institut für Psychotherapie in Mainz (IPSTI-MZ)
Telefon:
+49 / 6131 / 4633713
Webseite:
www.ipsti-mz.de

Veranstaltungsort

Universitätsklinikum Jena
Philosophenweg 3
Jena, 07743 Deutschland
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