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WS 3-Ulm: Therapiebeziehung in der Schematherapie und empathische Konfrontation

Oktober 7, 2016 @ 9:00 am - 5:00 pm

€200

Veranstaltungszeiten:

07.10.2016 von 09:00 bis 18:00 Uhr

 

Workshopsprache:

Deutsch (German)

 

Teilnehmerzahl:

Minimal 8 Teilnehmer, maximal 20 Teilnehmer

 

Inhalte und Ziele:

J. E. Young entwickelte in den 90er Jahren die Schematherapie für Patienten mit chronischen psychischen Erkrankungen, die aufgrund ihrer rigiden und dysfunktionalen Denkstrukturen sowie des fehlenden Kontaktes zu ihren eigenen Emotionen oftmals nicht zufriedenstellend auf kognitive Verhaltenstherapie ansprechen. Dazu gehören neben schweren chronischen Achse-I-Störungen vor allem Persönlichkeitsstörungen. Die Schematherapie stößt in den letzten Jahren nicht zuletzt wegen der guten Wirksamkeit in der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen auf großes Interesse, die auch wissenschaftlich in Studien nachgewiesen wurde (z.B. Giesen-Bloo et al., 2006).

Grundlage der schematherapeutischen Behandlung ist ein störungsspezifisches Modusmodell, das zentrale Schemamodi beinhaltet. In der Behandlung von Patienten mit Persönlichkeitsstörungen wird berichtetes Problemverhalten sowie in der Interaktion beobachtete Schwierigkeiten zu dem dabei jeweils im Vordergrund stehenden Schemamodus in Beziehung gesetzt, und in der Folge modusspezifisch interveniert.

Dieser Workshop fokussiert auf die therapeutische Beziehungsgestaltung in der Schematherapie und den Umgang mit Bewältigungsmodi. Die therapeutische Beziehung wird nach dem Modell der begrenzten elterlichen Fürsorge („limited reparenting“) gestaltet und gilt in der Schematherapie als ein Mittel der Intervention, um Patienten korrektive Erfahrungen zu ermöglichen. Ein weiterer Fokus dieses Workshops wird auf Interventionsstrategien zum Umgang mit unterschiedlichen maladaptiven Bewältigungsmodi liegen. Hierbei wird insbesondere auf die Technik der empathischen Konfrontation eingegangen.

Methoden:

Nach kurzen theoretischen Überblicken zu den Themenbereichen, wird die Umsetzung der begrenzten elterlichen Fürsorge sowie die Technik der empathischen Konfrontation bei unterschiedlichen Modi und Störungsbildern von den Workshopleitern demonstriert und anschließend von den Teilnehmern in Rollenspielen geübt.

Dozenten:

Dipl. Psych. Dr. Neele Reiß ist psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis, wissenschaftliche Leitung des Instituts für Psychotherapie in Mainz und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie der Goethe Universität Frankfurt. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die differentielle Wirksamkeit von Psychotherapieverfahren und-techniken, vor allem im Bereich der Schematherapie und Imaginationsverfahren. Sie ist Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Artikel und Lehrbücher im Bereich der Schematherapie, zertifizierte Schematherapeutin und Supervisorin nach den Kriterien der ISST e.V. sowie Leiterin von nationalen und internationalen Workshops.

 

 

Details

Datum:
Oktober 7, 2016
Zeit:
9:00 am - 5:00 pm
Eintritt:
€200

Veranstalter

IPSTI-MZ
Telefon:
+49 / 6131 / 1441341
E-Mail:
vogel@ipsti-mz.de
Webseite:
www.ipsti-mz.de

Veranstaltungsort

Universitätsklinikum Ulm – Konferenzraum
Albert-Einstein-Allee 23
Ulm, 89081 Deutschland
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